*32 Cilea: Adriana Lecouvreur

Werk
Francesco Cilea
Arturo Colautti (Text)
Adriana Lecouvreur
1902

Interpretation
Franco Capuana
Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Coro dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia

Renata Tebaldi (Sopran)
Giulietta Simionato (Mezzo)
Mario del Monaco (Tenor)
Giulio Fioravanti (Bariton)

Dora Carral (Sopran)
Fernanda Cadoni (Mezzo)
Franco Ricciardi (Tenor)
Angelo Mercuriali (Tenor)
Silvio Maionica (Bass)
Giovanni Foiani (Bass)

Aufnahme
1961
Rom
Decca
Erik Smith (Produktionsleiter)
Kenneth Wilkinson (Toningenieur)

Klangqualität
⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Stimmen aus der glorreichen Dekade in Stereo-Glanz
Für viele Opernliebhaberinnen und -liebhaber gelten die 1950er-Jahre als die glorreiche Dekade der Oper, weil in diesem Jahrzehnt die Opern des Verismo einen Aufschwung erlebten, die des Belcanto wiederentdeckt wurden, ja überhaupt das ganze Genre weltweit eine Hochblüte erlebte, nicht zuletzt auch wegen des Siegeszugs der Langspielplatte mit ihrer immer besser werdenden Tonqualität. Doch wirklich glorreich war jene Zeit insbesondere wegen den grossartigen Stimmen und deren Interpretationen. Leider können wir die Stimmkünste der Heldinnen und Helden von damals nur aus Monoaufnahmen heraus erahnen, wie etwa bei Maria Callas und Giuseppe di Stefano, von denen es nur ganz wenige und nicht besonders gelungene Stereo-Zeugnisse gibt. Bei Renata Tebaldi und Mario del Monaco haben wir hingegen das Glück, dass sie ununterbrochen und ohne grössere stimmliche Einbussen bis in die frühen 60er-Jahre Aufnahmen gemacht haben, wie zum Beispiel bei Cileas Adriana Lecouvreur: Und plötzlich erstrahlen die sonst im Monoklang abgedunkelten gewaltigen Stimmen im glänzenden Stereo-Sound! Durch diese aufnahmetechnische Glanzleistung von Decca erhält so Cileas veristisches Meisterwerk mit seiner eigenen, spätromantischen Klangwelt seine ganz besondere Referenzaufnahme. Räumlichkeit und Präsenz des Klangbildes sind herausragend, den Stern Abzug gibt es lediglich, weil die inneren Rillen der LP die hohen und lauten Töne etwas verfremden.

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