Werk
Henryk Wieniawski
Violinkonzert Nr. 1
fis-Moll, Op. 14
1852
Interpretation
Seiji Ozawa
London Philharmonic Orchestra
Itzhak Perlman
Aufnahme
1973
EMI
His Master’s Voice
Suvi Raj Grubb (Produktionsleiter)
Robert Gooch (Toningenieur)
Foto © Ken Veeder
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Schwebend, als wäre es ein Nichts
Die beiden erhaltenen Violinkonzerte Wieniawskis sind untrennbar mit dem Namen Perlman verbunden. Dies ist zum einen so, weil Perlman damals als aufstrebender Stern am Geigenhimmel, die anspruchsvollen Virtuosen-Werke in bestechender Manier und wie kein Zweiter gemeistert hat; und zum andern, weil diese Meisterschaft auf einer Grubb-Gooch-EMI-Aufnahme der epischen Sorte verewigt ist. Beim Violinkonzert Nr. 1, von dem sich Tchaikovsky unzweifelhaft hat inspirieren lassen, stimmt einfach alles. Violine und Orchester in perfekter Balance klingen frisch, klar und direkt, passend zur schnörkellosen und vorwärtsdrängenden Dirigierweise von Ozawa sowie dem souveränen Spiel Perlmans, durchaus mit Tiefgang, aber stets über den Noten stehend, ja schwebend, als wäre es ein Nichts. Wenn Musik so mühelos klingt und ungefiltert unser Ohr erreicht, wird sie evident und hat damit ihre Bestimmung erreicht.
