Werk
Gaëtano Donizetti
Felice Romani (Text)
L’elisir d’amore
1832
Interpretation
John Pritchard
Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden
Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden
Ileana Cotrubas (Sopran)
Lillian Watson (Sopran)
Placido Domingo (Tenor)
Sir Geraint Evans (Bariton)
Wixell, Ingvar (Bariton)
Aufnahme
1977
Abbey Road Studios, London
CBS
CBS Masterworks
Paul Myers (Produktionsleiter)
Vivienne H. Taylor (Produktionsleiterin)
Robert Gooch (Toningenieur)
Mike Ross-Trevor (Toningenieur)
Foto © Clive Barda
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
In der Tonkunst-Welt der Abbey Road
Für einmal ist bei einer Donizetti-Oper das Team Sutherland-Decca geschlagen: Die digitalisierte Version ist aufgemotzt, das Original auf Vinyl vermag das Versprechen nicht einzulösen. Die CBS-Aufnahme von L’elisir d’amore hingegen besticht klanglich mit einer grandiosen Räumlichkeit. Oder muss man vielmehr von einer EMI-Aufnahme sprechen? CBS hat’s produziert, aber mit dem Toningenieur Robert Gooch und dem Londoner Aufnahmestudio in der Abbey Road befinden wir uns zuinnerst in der Tonkunst-Welt von EMI. Und hier ist fast alles perfekt. Die Stimmen liegen in äusserster Präsenz und Transparenz offen zutage, ohne an Räumlichkeit einzubüssen – das ist der heilige Gral einer audiophilen Aufnahme. So sind wir sind ganz nahe an der sympathischen, lebensfrohen, fast quirligen Interpretation Cotrubas, am herrlich-ernsten Gegenpart von Domingo sowie der an der Buffa-Kunst von Sir Evans. Auch der Chor klingt frisch und luftig. Ein kleiner Wermutstropfen: Durch den starken Vordergrund der menschlichen Stimmen mit vielen Höhen geraten die instrumentalen etwas gar in den Hintergrund. Das Orchester tönt im Vergleich etwas gedämpft und von weit her. Trotzdem, das Gemeinschaftswerk der beiden Erzrivalen CBS und EMI gehört zu Recht in die Reihe der besten Donizetti-Aufnahmen.
