Werk
Niccolò Paganini
Violinkonzert Nr. 1
D-Dur, Op. 6
1816
Interpretation
Charles Dutoit
London Philharmonic Orchestra
Salvatore Accardo (Violine)
Aufnahme
1975
Barking Town Hall, London
Deutsche Grammophon
Rainer Brock (Produzent)
Rainer Brock (Produktionsleiter)
Klaus Scheibe (Toningenieur)
Foto © Paolo Gianbarberis
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Ein einziges Fest
Accardos Einspielungen der Violinkonzerte Paganinis auf Deutsche Grammophon sind ein gutes Beispiel dafür, wie viel Klangqualität bei der Digitalisierung einer analogen Aufnahme verloren gehen kann. Allein beim Hören im Streamingdienst käme man nicht auf den Sinn, sie für die besten Aufnahmen in Betracht zu ziehen. Legen wir aber die Scheibe auf, lichtet sich der dumpfe Schleier und wir tauchen ein in eine strahlende Klangwelt voll von funkelnder und glitzernder Brillanz, erzeugt durch die glasklare Musiksprache eines Weltklasseorchesters und eines Violinisten, der ganz oben in der Paganini-Liga mitspielt. Accardo meistert den ganzen Part inkl. einer eigenen Bearbeitung der Sauret-Kadenz vollkommen souverän, von den lyrischen Vibrato-Passagen zu den spielerischen Stellen voller Lebenslust und ohne Umschlag wieder zurück: ein einziges Fest. In Paganinis Musik feiert die menschliche Kreativität sich selbst.
