Paganini: Violinkonzert Nr. 4

Werk
Niccolò Paganini
Violinkonzert Nr. 4
d-Moll, Op. 60
1829

Interpretation
Charles Dutoit
London Philharmonic Orchestra
Salvatore Accardo (Violine)

Aufnahme
1975
Barking Town Hall, London
Deutsche Grammophon
Rainer Brock (Produzent)
Werner Mayer (Produktionsleiter)
Klaus Scheibe (Toningenieur)
Foto © Paolo Gianbarberis

Klangqualität
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Lieblingsgeschichte mit Tiefenwirkung
Im Paradies gibt es einen Bezirk, in dem laufen die ganze Zeit nur die Adagios von Paganini: espressivo, con sentimento, cantabile… Das Adagio flebile des 4. Violinkonzerts, in Bernard Roses Paganini-Film stimmungsvoll in Szene gesetzt, ist ein ausgesprochen gefühlvolles, lyrisches Exemplar. Accardo spielt es schlicht perfekt. Das Vibrato, das Rubato, die Dynamik, der Spannungsbogen, alles perfekt. Die beiden anderen Sätze hingegen, obwohl in Moll: ganz leicht, flockig, spielerisch, tänzelnd. Selbst Accardos eigene Kadenz im Kopfsatz klingt, als wäre sie aus dem Ärmel geschüttelt, als erzählte er nur seine Lieblingsgeschichte. Wie schon in den Aufnahmen der vorangegangenen Violinkonzerte kommen die Tonkünstler der Deutschen Grammophon auch hier wieder ganz nahe an Accardos Spiel heran, dazu die Räumlichkeit des Orchesters, die dem melodischen Vordergrund eine Tiefenwirkung verleiht. Selbst die Triangelbegleitung im 3. Satz eröffnet in den Obertönen neue Klangdimensionen.

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