*67 Beethoven: Klaviersonate Nr. 13

Werk
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 13 – „Quasi una fantasia“
Es-Dur, Op. 27,1
1801

Interpretation
Alfred Brendel (Klavier)

Aufnahme
1977
Henry Wood Hall, London
Philips
Volker Straus (Produktionsleiter)
Foto © Michael Evans

Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Leichtigkeit des Seins
Auch bei Beethovens Klaviersonate Nr. 13 befinden wir uns im frisch gelüfteten, lichtdurchfluteten, funkelnden Klangsaal von Brendel/Philips. Einmal mehr passen Werk, Interpretation und Aufnahme perfekt zueinander: eine Trias der Leichtigkeit des Seins. Nicht, dass es der Komposition, der Spielweise oder dem Klangbild an Tiefgang und Vielschichtigkeit fehlen würde, aber für einmal tanzen wir auf der Lichtung, geniessen an der Oberfläche das helle Tageslicht. Quasi una fantasia. Wer die Musse hat, darf sich dankbar dazu verführen lassen. Die Dämonen und die Dunkelheit kommen früh genug wieder zurück, schon in der nächsten Sonate, dem 2. Teil von Op. 27, wo wir uns nur noch am Mondlicht halten können. Es ist darum zu empfehlen, die beiden Sonaten zusammen zu hören. Licht und Schatten, Liebe und Tod, die Urerfahrung des Romantischen. Auch wenn bei der Sonate Nr. 14 die beste Aufnahme aus einem ganz anderen Klangsaal kommt.

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