Beethoven: Klaviersonate Nr. 4

Werk
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 4 – „Grande Sonate“
Es-Dur, Op. 7
1797

Interpretation
Alfred Brendel (Klavier)

Aufnahme
1977
Henry Wood Hall, London
Philips
Volker Straus (Produktionsleiter)
Foto © Christina Burton

Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Audiophiler Genuss vom Feinsten
Die Einspielungen der Klaviersonaten Beethovens, die Brendel in fünf Tranchen von 1970–1977 auf Philips gemacht hat, sind klanglich alle geglückt. Doch beste Aufnahmen sind nur unter denen der letzten und grössten Tranche von 1977 zu finden, und von diesen wiederum finden fast alle ihren Weg auf Tiefundtausendfach. Es ist schon heroisch, was Alfred Brendel und Volker Straus, das Klang-Genie von Philips, in jenen zehn Tagen im Juni 1977 in der Henry Wood Hall, einer ehemaligen Kirche in London geschafft haben: 14 Klaviersonaten Beethovens für die Ewigkeit in einem Wisch. Auch die 4. Sonate oder „Grande Sonate“ gehört dazu. Wir hören Beethoven in derselben Brillanz, die wir schon aus Brendels Einspielungen der Sonaten 1–3 kennen. Brendel ist ein Meister des subtilen Stils, der wie gemacht ist für die latente Dramatik im Largo oder für das verträumte Thema des Rondos, weswegen die Sonate auch die „Verliebte“ genannt wurde. Und wir bekommen Dank Straus‘ Kunst alles davon mit, ein audiophiler Genuss vom Feinsten.

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