Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5

Werk
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 5 – „Emperor Concerto“
Es-Dur, Op. 73
1809

Interpretation
Otto Klemperer
New Philharmonia Orchestra
Daniel Barenboim (Klavier)

Aufnahme
1967
EMI
His Master’s Voice
Suvi Raj Grubb (Produktionsleiter)
Robert Gooch (Toningenieur)

Klangqualität
T&T ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Mystik, Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Paradigma einer audiophilen Aufnahme
Ein Dirigent alter Schule und ein junger, ungestümer Solist in perfekter Komplementarität lassen die Kunst Beethovens in einer Evidenz und Natürlichkeit erklingen, die uns auf Anhieb süchtig macht, wie man nach frischem Wasser oder sauberer Luft süchtig ist. Das Orchester lässt sich mitreissen und spielt so lustvoll, dass man meint, die Ideen Beethovens würden spontan entstehen. Die Experten von EMI lassen uns dank ihrer Aufnahmetechnik und -philosophie fast ungefiltert daran teilhaben. Nach Auskunft des Produktionsleiters, Grubb, liegt der Erfolg der Aufnahme im gegenseitigen Gewähren lassen: Die Leute von EMI greifen nur minimalst ins Gesehen ein. Und umgekehrt lässt Klemperer auch die Toningenieure machen. Der Dirigent gibt den Takt vor und richtet alle seine Künstlerinnen und Künstler kraftvoll auf das Ziel aus und lässt voller Vertrauen diese dann eigenwirksam ihre Kunst vollbringen. Dazu gehören aber nicht nur der Solist und die Orchestermitglieder, sondern auch und zu gleichen Stücken diejenigen, die sich um die Kunst der audiophilen Aufnahme kümmern. Die Einspielung des 5. Klavierkonzert Beethovens ist der denkbar beste Beweis dieser gleichermassen einfachen wie wahren Philosophie und gilt darum als Paradigma der audiophilen Aufnahme schlechthin.

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