Werk
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 1
B-Dur, KV 207
1773
Interpretation
Wolfgang Schneiderhan (Violine)
Berliner Philharmoniker
Aufnahme
1967
UFA-Studio, Berlin
Deutsche Grammophon
Karl Faust (Produzent)
Rainer Brook (Produktionsleiter)
Hans Weber (Produktionsleiter)
Hans-Peter Schweigmann (Toningenieur)
Heinz Wildhagen (Toningenieur)
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Pudelwohl in Mozarts jugendlichem Übermut
Mozart erstes Violinkonzert sprüht nur so von jugendlichem Übermut: einfach und edel, in der Form bleibend, doch überschwänglich. Auf diesem Terrain fühlt sich Schneiderhan pudelwohl. Sein schnörkelloses Spiel, sein sparsames Vibrato, aber auch sein Nie-Nachlassen der Spannungsbögen, das er auch auf das Orchester überträgt, und v.a. auch seine klar strukturierten und deutlich artikulierten Kadenzen, das alles fühlt sich gut an, richtig gut. Das Team der Deutschen Grammophon hat genau die richtigen Mittel gefunden, diese Stimmung einzufangen, Stimmung nicht als dieser oder jener Effekt, sondern als mozartische Gesamträumlichkeit voller Harmonien, Emotionen, Obertönen, Atem und eben jugendlichem Übermut.
