Werk
Joseph Haydn
Symphonie Nr. 48 – „Maria Theresia“
C-Dur, Hob. I:48
1769
Interpretation
Neville Marriner
Academy of St. Martin-in-the-Fields
Aufnahme
1975
Brent Town Hall, London
Philips
Volker Straus (Produktionsleiter)
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Ur-Dialektik des Sturm und Drang
In Haydns 48. Symphonie können Marriner und seine Academy zeigen, was sie technisch draufhaben. Das Orchester meistert den Sturm und Drang der Ecksätze äusserst souverän. Eine Ohrenweide sind besonders die beiden gleichermassen präzisen wie gezähmten Hörner im Kopfsatz, die in vielen sonst guten Aufnahmen eher Quelle des Grauens sind. Eine in klassische Formen gebändigte überschäumende Kreativität könnte man diese Symphonie nennen, absolut würdig sie der Kaiserin zu Ehren vorzuführen, die epochenverwandt ihren unersättlichen Gestaltungsdrang innerhalb der Bahnen und Gesetzen der Aufklärung wirksam sein lässt. Dank dem Aufnahmeteam um Volker Straus können wir dieser Ur-Dialektik des Sturm und Drang in audiophilem Klangerleben sowie in aller Transparenz der Stimmen nachspüren.
