Werk
Georg Friedrich Händel
Concerti Grossi
Op. 6, HWV 319–330
1739
Interpretation
Neville Marriner
Academy of St. Martin-in-the-Fields
Aufnahme
1968
Decca
Erik Smith (Produktionsleiter)
James Lock (Toningenieur)
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Lebendig, lustvoll und saftig
So lebendig kann Händel sein! Selbstverständlich ist das nicht, es gibt viele klanglich mittelmässige und wenig aussagende Aufnahmen der Concerti Grossi, vielleicht von Händels Musik überhaupt. Ja, wer nie in eine Händel-Aufführung geht und dessen Musik nur von Tonträgern und Streamingdiensten kennt, wird sie möglicherweise, nein sehr wahrscheinlich sogar, grundsätzlich als staubig und langweilig empfinden. Bei Händel scheinen sich die Qualitätsunterschiede zwischen den Aufnahmen besonders auf das Hörerlebnis auszuwirken. Umso grösser ist dann der Jubel, wenn die eine unter Hunderten den wahren, lebendigen Händel offenbart, so wie bei der Decca-Aufnahme der Concerti Grossi Op. 6 mit Marriner und seinem Weltklasse-Kammerorchester. Lustvoller und saftiger sind die zwölf Konzerte nirgends zu finden, dies auch, weil Decca uns mitten im Orchester platziert und wir die überschäumende Klangwelt von innen miterleben.
Links
Discogs
Spotify
Youtube 1–6, 7–11
