Werk
Sergei Rachmaninoff
Klavierkonzert Nr. 1
fis-Moll, Op. 1
1891
Interpretation
Kondrashin, Kyril
Moscow Philharmonic Orchestra
Byron Janis (Klavier)
Aufnahme
1962
Bolshoi Hall, Moskau
Mercury
Harold Lawrence (Produzent)
Wilma Cozart (Aufnahmeleiterin)
Robert Fine (Toningenieur)
Robert Eberenz (Toningenieur)
Foto © Peter Gravina
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Jugendliche Sehnsucht in klanglicher Brillanz
Mercury feiert auf dem Cover das Ereignis voll ab: Eines ihrer Aufnahmeteams besucht mitten im Kalten Krieg Moskau, um Rachmaninoff aufzunehmen. Und beim Ergebnis reibt man sich die Augen, bzw. die Ohren: ein derart brillanter Klaviersound in einer Aufnahme von 1962! Auch der Orchesterklang, in perfekter Balance zum Klavier, liegt in völliger Transparenz und ganzer Stereo-Breite offen zu Tage. Brillanz und Transparenz sind genau erforderlich, um das frühe Klavierkonzert Rachmaninoffs zum Klingen zu bringen. Es sind durchaus erste Spuren der Melancholie des späteren Rachmaninoffs hörbar, insbesondere im zweiten Satz des Andante cantabile. Doch es überwiegt die jugendliche Sehnsucht: Die reiche Harmonik steht ganz im Dienste einer zarten, fast improvisatorischen Melodik. Janis‘ Spielweise und das behutsame Dirigat Kondrashins fangen diese Stimmung lyrischer Intimität wunderbar ein.
