Werk
Joseph Haydn
Symphonie Nr. 44 – „Trauer“
Es-Dur, Hob. I:44
1771
Interpretation
Neville Marriner
Academy of St. Martin-in-the-Fields
Aufnahme
1975
Brent Town Hall, London
Philips
Volker Straus (Produktionsleiter)
Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit
Durchhörbarkeit musikalischer Feinheiten
Mit seiner 44. Symphonie ist Haydn eine äussert feine Komposition gelungen. Von der Themenentfaltung über die Kontrapunktik, die reichhaltige Dynamik sowie Rhythmik, alles ist minutiös aufeinander abgestimmt, dazu das innige Trauer-Adagio als besonderes Highlight. Es gibt sehr vieles zu entdecken und geniessen in diesem Werk. Dementsprechend ist die Durchhörbarkeit bei einer solch komplexen Symphonie nicht bloss nice to have, sondern musikalische Notwendigkeit. Wenn wir sie nicht gerade in einer Aufführung live zu hören bekommen, greifen wir deshalb am besten zu der analogen Philips-Aufnahme von Marriner und seiner Academy. All die musikalischen Feinheiten, die das Orchester hier herausarbeitet, sind nämlich in völliger Transparenz und Stimmenbalance aufgenommen, und dies zudem in der für Marriners erste Box der Namens-Symphonien Haydns charakteristischen sensationellen Räumlichkeit.
