*84 Indy: Istar

Werk
Vincent d’Indy
Istar – Variations symphoniques
Op. 42
1896

Interpretation
Pierre Dervaux
Orchestre Philharmonique des Pays de la Loire

Aufnahme
1975
Grenier Saint-Jean, Angers
EMI
La Voix de son maître
René Challan (Produktionsleiter)
Paul Vavasseur (Toningenieur)

Klangqualität
T&T ⭐️⭐️⭐️
Mystik, Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Enthüllungen in geheimnisvoller Akustik
Pierre Dervaux‘ Interpretation von Vincent d’Indys Istar, einer symphonischen Dichtung in Variationen, wurde zusammen mit Wallenstein aufgenommen und profitiert von denselben einzigartigen akustischen Bedingungen des Aufnahmeorts, der steinernen Halle der Greniers Saint-Jean in Angers. Ein kurzes, aber intensives spätromanisches Meisterwerk über eine mythologische Dichtung im alten Mesopotamien findet hier seine klangliche Einwohnung: von urtümlicher Chromatik durchwobene romantische Harmonik in Stein gehauen wie das Epos selbst, das uns von der heftigen, zart-wilden Begegnung zwischen Gilgamesch und Istar kündet. Wunderbar, wie die geheimnisvolle Akustik – wie im Traum – die musikalischen Enthüllungen unterstützt und intensiviert. Mit jeder Variation fällt Hülle um Hülle und verflüchtigt sich, bis am Ende das volle Thema durchschimmert, wie eine Offenbarung in bleibender Verklärung.

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