*75 Wagner: Der fliegende Holländer

Werk
Richard Wagner
Der fliegende Holländer
WWV 63
1841
1860 (Bearbeitung)

Interpretation
Georg Solti
Chicago Symphony Orchestra
Chicago Symphony Chorus

Janis Martin (Sopran)
René Kollo (Tenor)
Norman Bailey (Bariton)
Martti Talvela (Bass)

Isola Jones (Mezzo)
Werner Krenn (Tenor)

Aufnahme
1976
Medinah Temple, Chicago
Decca
Ray, Minshull (Produktionsleiter)
Michael, Woolcock (Produktionsleiter)
James, Lock (Toningenieur)
Kenneth, Wilkinson (Toningenieur)
Foto © BBC

Klangqualität
⭐️⭐️⭐️
Natürlichkeit, Balance, Präsenz, Transparenz, Räumlichkeit

Sausendes, brausendes Orchester
Wagners Fliegender Holländer muss am Anfang sausen und brausen, in der Mitte summen und brummen und am Ende sich in der Verklärung verlieren. Von den verfügbaren analogen Aufnahmen gelingt dies am besten bei Solti auf Decca. Gegenüber Klemperers dunklem Monument auf EMI und Böhms DG-Einspielung hinter dem Bayreuther Schleier überzeugt die Produktion aus Chicago durch einen klaren und strahlenden Orchesterklang, in den wuchtigen Orchesterpassagen ebenso wie hinter, unter und zwischen dem Gesang. Trotz dieser Stärke des Orchesters bleibt die Balance mit dem Chor und den Sängerinnen und Sänger gewahr. Einzig der Tenor dürfte im zweiten Akt etwas kräftiger klingen. Insgesamt ist aber das Kriterium der Präsenz neben einer tollen Räumlichkeit erfüllt. Diese Aufnahme bereitet viel Freude, sowohl den Freunden audiophiler Tonkunst als auch den Freunden Wagnerscher Musik.

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